Nationalsozialismus

Königsplatz bei der Stadtführung Nationalsozialismus in München – © Heinz Taubmann - Weis(s)er Stadtvogel

München spielte bei der Entstehung des Nationalsozialismus eine bedeutende Rolle. Die NSDAP wurde hier gegründet, hier scheiterte der Hitlerputsch und 1935 erhielt München den Beinamen „Hauptstadt der Bewegung“. Bis 1945 hatte Adolf Hitler hier seinen privaten Wohnsitz. Warum konnte das alles in einer der Kunststädte Europas passieren? Wie reagierten die Münchner auf den Aufstieg des Nationalsozialismus? Wie sieht der Umgang mit diesem geschichtlichen Erbe heute aus?

Die Stadtführung beginnt am Königsplatz, einem der wichtigsten Orte für die Nationalsozialisten in München. Mit dem Bau des Führerbaus, der NSDAP-Parteiverwaltung und der sogenannten „Ehrentempel“ wurde der Ort der Museen und der Kultur zu einem Aufmarschplatz der nationalsozialistischen Heldenverehrung umgewertet. 

Verwaltungsgebäude bei der Stadtführung Nationalsozialismus in München – © Heinz Taubmann - Weis(s)er Stadtvogel

Nach einer Besichtigung der Ruinen und Originalbauten geht die Stadtführung entlang der Briennerstraße vorbei am neuen NS-Dokumentationszentrum weiter zum Karolinenplatz

Am ehemaligen Wohnhaus von Hugo und Elsa Bruckmann lässt sich am Beispiel dieser wohlhabenden Familie gut beleuchten, wie der „Bierkellerredner“ Hitler den Zugang zur Münchner Gesellschaft fand und, wer ihn von Beginn an unterstütze. 

Ebenfalls an der Briennerstaße befand sich an Stelle der heutigen Bayerischen Landesbank das Gestapo-Hauptquartier für München und Oberbayern. Schon 1933 verlegte Heinrich Himmler, in seiner Funktion als Polizeichef Münchens, deren Sitz hierher in das Wittelsbacher Palais. Eine unauffällige Gedenktafel und eine größere Fotowand erinnern daran. 

Verwaltungsgebäude bei der Stadtführung Nationalsozialismus in München – © Heinz Taubmann - Weis(s)er Stadtvogel

Heute erscheint dieser Ort wenig bedrohlich. Die Münchner wussten aber sehr gut, dass viele Gegner und Widerstandskämpfer, wie Georg Elser oder die Mitglieder der Weißen Rose hier inhaftiert und verhört wurden. Sie merkten sich die Adresse, auch wenn das Wittelsbacher Palais im Krieg zerstört wurde.

Dies zeigt auch die Einrichtung des „Platzes der Opfer des Nationalsozialismus“ schräg gegenüber am Maximiliansplatz durch die Stadt München schon 1946. Wie mit diesem Gedenkort weiter verfahren wurde, zeigt anschaulich wie schwierig der Umgang mit dem Nationalsozialismus über lange Zeit war. 

Die Stadtführung geht weiter zur Feldherrnhalle am Beginn der Ludwigsstraße. 

Feldherrnhalle bei der Stadtführung Nationalsozialismus in München – © L._Gervasi - Tourismusamt München

Hier hielt Adolf Hitler anlässlich der Jahrstage des Hitlerputsches lange Gedenkreden. Auf dem Platz wurden bei Flutlicht und Beflaggung nachts SS-Einheiten vereidigt, denn an der linken Seite der Feldherrnhalle befand sich ein riesiges Denkmal für die beim Hitlerputsch um das Leben gekommen sogenannten „Blutzeugen der Bewegung“. Hier entfaltete das NS-Regime seinen gesamten Willen zur Propaganda und zur Verfälschung historischer Ereignisse. Heute erinnert eine kleine Tafel an der Fassade der Residenz an die vier getöteten Polizisten der Bayerischen Landespolizei.

Die Stadtführung durch die Münchner NS-Geschichte endet an einer ungefähr 30 cm breiten Bronzespur in der Viscardigasse, die eher dezent an den stillen Widerstand der Münchner Zivilbevölkerung erinnert.

Wann:

ganzjährig 

jeden Sonntag 14:00 Uhr 

Treffpunkt:

Eingang zur Antikensammlung am Königsplatz 

Bezahlung:

Bar vor Ort oder Online-Ticket

Dauer:

2 Stunden 

Kosten:
Erwachsene 15,- €
Rentner/Studenten 14,- €
Kinder (6 - 14 J.) 7,- €

Preise inkl. MwSt.

Preise ab 01.09.22:
Erwachsene 17,- €
Rentner/Studenten 16,- €
Kinder (6 - 14 J.) 8,- €

Preise inkl. MwSt.

Anmeldung:
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Mi, 13.07.2022

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Herr Wehlmann war absoltut kompetent und fand den richtigen Ton gegenüber der Klasse. Außerdem ließ er seine persönliche Familiengeschichte einfließen. Die NS-Zeit wurde so zu einem Geschehen, welches bis in die heutige Zeit hineinwirkt. Positiv war auch, dass Herr Wehlmann bereits lange vor der vereinbarten Zeit da war. Da wir auch bereits um 9.05 vor Ort waren, konnte die Führung früher beginnen. Herr Wehlmann nutzte dann auch die Zeit, um ein ein bis zwei Stattionen hinzuzufügen. Fazit: Wenn ich wieder mal nach München mit einer Klasse komme, hätte ich gern wieder Herrn Wehlmann als Stadtführer.

Mo, 13.06.2022

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Mo, 09.05.2022

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